Origny-en-Thiérache
Église Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte

Was Sie über diese Kirche wissen müssen

Église Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte Origny-en-Thiérache

Wo Sie die Kirche finden

Kircheninformationen

Église Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte befindet sich in Origny-en-Thiérache, einem Ort mit 1.432 Einwohnern im Département Aisne in der Region Hauts-de-France.

Ein Schlüssel ist zu bestimmten Zeiten in der Mairie erhältlich

Die Kirche wurde 1927 als "Monument historique" gelistet

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Origny-en-Thiérache Église Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte
Kirchenfassade
Turm von Norden

Église Saint-Cyr-et-Sainte-Julitte besuchen

Was hat die Kirche Saint-Cyr und Sainte-Julitte in Origny-en-Thiérache mit der vietnamesischen Stadt Saigon zu tun? Wir werden es später sehen.

Benannt ist sie jedenfalls nach zwei christlichen Märtyrern, Sohn und Mutter, aus dem vierten Jahrhundert. Ein eher ungewöhnlicher Name für eine Kirche, wobei auch die Kirche, die wir heute sehen, sehr ungewöhnlich ist.

Von der ursprünglichen Kirche, die im Ort gebaut wurde, ist heute nicht mehr viel erhalten geblieben. Nur die steinerne Fassadenmauer des Bergfrieds und seine schöne Tür aus dem 12. oder 13. Jahrhundert sowie zwei große Ziegelsteintürme aus dem 16. Jahrhundert zu beiden Seiten der Tür sind noch erhalten. Mehrere Schießscharten durchbrechen ihre Wände. Im linken Turm befindet sich eine Wendeltreppe, die zur Spitze des Bergfrieds führt. Ein Datum (1606) weist darauf hin, dass die Befestigung zu einer Zeit erfolgte, als Frankreich unter Heinrich IV. eine Phase der kriegerischen Ruhe durchlebte.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche so baufällig, daß ein teilweiser Wiederaufbau notwendig wurde. Dieser erfolgte Ende des 19. Jahrhunderts unter der Leitung des Architekten Pierre Bénard, dem wir den heutigen Chor, das Kirchenschiff und das Querschiff verdanken.

Und nun nach Saigon: nach einer teilweisen Zerstörung der Kirche während des Ersten Weltkriegs wurde sie nach 1921 nochmals erneuert, und sollte auch einen neuen Glockenturm erhalten. Und dieser wurde vom Diözesanrat in Saigon finanziert.

Wieso Saigon, werden Sie zu Recht fragen? Dieser kuriose Zusammenhang geht auf einen Sohn des Ortes zurück, nämlich Pierre Pigneau de Behaine, dessen umfangreiches Wirken in Vietnam von 1765 bis zu seinem Tod 1799 (unter anderem als Missionar, Diplomat und Berater des vietnamesischen Königs Nguyễn Phúc Ánh) mit dieser Spende gewürdigt wurde.

Daher wurde dieser Glockenturm als Kopie eines der Türme der Kathedrale Notre-Dame von Saigon gebaut. Alte Ansichten der Kirche noch ohne den Pagodenturm finden Sie übrigens hier auf der Webseite der Gemeinde.

Bei unserem Besuch an einem Sonntag war die Kirche verschlossen, ansonsten ist ein Schlüssel in der Mairie erhältlich (Öffnungszeiten siehe Tourismusseite oben).

Südostansicht
Kirche vom Fußballfeld im Dorf